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Allgemein : Wing Tsuin – Die Kampfkunst zur Selbstverteidigung und seine strafrechtlichen Verankerungen
Geschrieben von Redaktion am 21.06.2012 11:40:00 (1814 gelesen)

Eine der häufigsten Fragen, welche Kampfkünstler beschäftigt, ist die sogenannte Notwehrhandlung in Bezug auf die Selbstverteidigung.

Was genau ist Notwehr?
Wann handelt man aus Notwehr?
Wann ist die Notwehr – gerade für Kampfsportler – zur erforderlichen und gebotenen Verteidigung berechtigt?

Gemäß § 32 StGB ist Notwehr die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwehren.
Dementsprechend ist die Verteidigung, die durch Notwehr geboten ist, nicht rechtswidrig.
In Notwehr agiert also jemand, wenn es sich um eine Verteidigungstat handelt.
Doch was genau ist in einer Notwehrhandlung unter einem gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff zu verstehen?
Unter dem strafrechtlichen Gesichtspunkt ist ein Angriff jede Beeinträchtigung rechtlich geschützter Güter durch menschliches Verhalten. Dazu zählen zum Beispiel vorallem das Leben, der Leib und die Freiheit. Rechtswidrig ist der Angriff, wenn für den Täter kein Rechtfertigungsgrund vorlag den Angriff überhaupt vorzunehmen. Ein gegenwärtiger Angriff liegt bereits vor, wenn er unmittelbar bevorsteht – stattfindet oder fortdauert. Folglich kann man also sagen, dass man mit der Verteidigung nicht erst warten muß, bis der Angreifer beispielsweise geschossen, angesetzt oder ausgeholt hat.
Ob die Notwehrhandlung erforderlich und geboten ist, hängt vom Maß und der Art des Angriffs ab. Die Verteidigung soll den Angreifer schließlich von seiner Vornahme abbringen! Dementsprechend darf die Notwehrhandlung – gerade auch für einen Kampfkünstler – nicht in einem heftigen Gegenverhältnis des Angreifers stehen. Die Notwehrhandlung muß also dem Angriff angemessen sein. Dies hängt natürlich vom Einzelfall ab, beispielsweise ob der Angreifer gewalttätig, bewaffnet oder mit einer Gruppe handelt. Erwähnenswert ist hierbei sicherlich, dass man den Angreifer nicht auf seine Kampfkunstkenntnisse hinweisen muß. Man sollte sich jedoch ständig vor Augen halten, dass man nicht aus Notwehr handelt, wenn man einen Angriff mit Absicht provoziert.

Zusammenfassend bezüglich Wing Tsuin und Notwehr ist festzuhalten, dass die Kampfkunst der Selbstverteidigung dient – missbraucht werden sollte sie allerdings nicht, um andere oder sich selbst zu gefährden. Ein Kampf sollte demnach stets vermieden werden! Doch dies dürfte als Kampfsportler durch die innere Sicherheit und persönliche Möglichkeit kein Problem darstellen.

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